16. Januar 2019
  • 0:42 Potsdamer Sport ehrt Leni
  • 8:39 Guter Saison-Einstieg, Maja erstmals über 3,00 Meter
  • 19:48 Jugend-Leichtathletin des Jahres 2018
  • 20:59 Gutes und weniger gutes Jahr 2018
  • 13:09 Stabies besetzen Sprintpodest, Tyrel knackt TG-Rekorde

Von den 21 Stabies welche im September mit der Vorbereitung auf das Wettkampfjahr 2019 sind zum Jahreswechsel 17 noch dabei.

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende und wir Potsdamer Stabhochspringer können auf glückliche und auch missglückte Vorhaben zurückblicken. Nachdem Olympionikin Annika Roloff unsere Traininsgruppe bereits 2017 verlassen hatte (sie legte dann 2018 den Stab endgülig beiseite), starteten Anjuli Knäsche und Friedelinde Petershofen im Januar ihre Mission „EM in Berlin“ sehr aussichtsreich. Nach sehr guten Sprüngen in der Hallensaison (Anjuli 4,50m, Fredi 4,51m) startete Anjuli auch gleich mit der EM-Norm von 4,45 Metern in den Sommer. Obwohl diese Leistung ihr auch nach Abschluss der Sommersaison Patz 2 der Deutschen Bestenliste einbrachte, reichte es knapp nicht zur Qualifikation zur Heim-EM und auch ein Bundeskaderstatus für 2019 blieb ihr verwehrt. Diese bittere Niederlage brachte sie zu der Entscheidung, neue Wege zu gehen. Im Oktober verließ Anjuli Potsdam. Ein missglückter Doppelsalto in der Turnhalle stoppte Friedelindes Aufwärtstrend in diesem Sommer nachhaltig. Obwohl sie in Nürnberg noch zu Bronze bei der Deutschen Meisterschaft springen konnte, war ihr wegen der entstandenen Trainingsrückstände eine EM-Teilnahme nicht geglückt. Auch die kommende Hallensaison wird ohne Potsdams derzeit beste Stabhochspringerin stattfinden. Das hatte sich Stefan Ritter in seiner ersten Saison als Bundestrainer der Stabhochspringerinnen ganz anders vorgestellt.

Deutlich erfolgreicher verlief das Jahr für uns in der U18. Gleich vier Stabies bewarben sich in Schweinfurt aussichtsreich für ein Ticket zur U18 – EM, Leni Freyja Wildgrube und Ole Perske konnten dieses buchen. Moana-Lou Kleiner scheiterte als Jüngste trotz verkürzten Anlaufs nach verletzungsbedingt verpasster Hallensaison hauch dünn und findet sich zum Saisonabschluss mit übersprungenen 3,95 Metern sogar auf Platz 12 der U18-Weltjahresbestenliste wieder. Besonders freuen wir uns über die Entwicklung von Fabio Wünsche, der nach gesundheitlich eingeschränkten Jahren nun den Anschluss an die deutsche Spitze in seinem Alter gefunden hat. Mit seiner ersten EM-Teilnahme zeigt Ole, dass seine Entscheidung für die Eliteschule und den Bundesstützpunkt in Potsdam für ihn ein Erfolgsweg werden kann. Der ehemalige Mainzer Mehrkämpfer führt die deutsche U18-Bestenliste an. Eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison gelang Leni. 2018 war sie mit 4,26 Metern die weltweit beste U18-Stabhochspringerin, gewann nach EM-Gold auch die Youth Olympic Games in Argentinien und wird derzeit nicht nur aufgrund ihrer hervorragenden sportlichen Entwicklung als eine Ausnahme-Nachwuchsportlerin geehrt. Eine besondere Ehre war es für Leni in Buenos Aires die deutsche Flagge bei der Abschiedsveranstaltung tragen zu dürfen. Die „Freunde der Leichtathletik“ wählten sie sogar zum „Covergirl“ ihrer aktuellen Ausgabe.

In der U16 konnten sich mit Tyrel Prenz, Niklas Friedel, Wilhelm Ermler und Franziska Schkölziger erneut alle unsere Sportschüler für die Deutschen Meisterschaften im Stabhochprung qualifizieren. Jedoch wurden sie von kleineren und größeren Wehwehchen ausgebremst, so dass sie auf ihre ersten Einzel-Medaillen leider noch warten müssen. In der Mehrkampf-Mannschaft gab es zum Saisonabschluss aber noch DM-Gold für Tyrel und Willi.

Das neue Schuljahr begannen sieben „Neue“ in unseren Reihen, die 2019 in die Fusstapfen der Älteren treten wollen. Mit Lauré Scheutzow aus Schwerin ist sogar die 5. der letzten U18-Weltmeisterschaften 2017 in Nairobi dabei. Weiterhin großes Interesse finden unsere Stab-Schnupperangebote und auch das von Ariane Rook und Katharina König angeleitete Stützpunktraining im Potsdamer Luftschiffhafen.

Wir wünschen allen Stabhochspringern, ihren Angehörigen und unseren Förderern eine frohe Weihnachtszeit und wunderbare Erfolge im neuen Jahr 2019.

Von den drei Frauen-Bundeskadern ist inzwischen nur noch Friedelinde (re) in Potsdam aktiv. Annika (li) beendete ihre Laufbahn, Anjuli versucht in den USA neue Impulse zu erhalten.
Leni strahlte in Györ mit ihrem Bundestrainer Alex Gakstaedter (li) und Potsdamer Lehrertrainer Toralf Neumann (re) über die EM-Goldmedaille mit Championshipsrekord. Auch Ole zeigte bei seinem Einstand in der Nationalmannschaft eine gute Leistung.
Tyrel und Willi (Mitte) gewannen 2018 gemeinsam mit Titus Masuch (li) und Luke Mehnert (re) die Goldmedaille als bestes Neunkampfteam in Deutschland.
Toralf

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